Über uns

1) Wer wir sind

Gemeindeleitung

Michael Klimpsch (Ältester)

(*1995) lebt mit seiner Ehefrau Esther in Pritzwalk. Nach einer dreijährigen Ausbildung an der Bibelschule in Kirchberg wurde er 2019 mit seiner Frau durch die Reformierte Freikirche in die Prignitz ausgesandt, um dort als Gründungsleiter in der Aufbauarbeit zu dienen. Seit 2023 ist er dort Gemeindeältester und Pastor der Reformierten Freikirche in Pritzwalk, daneben verfolgt er ein MA-Studium am Martin-Bucer-Seminar in Berlin.

Esther Klimpsch (Diakonin)

(*1993) arbeitet in ihrem Beruf als Medizinisch-technische Laborassistentin in Neuruppin. Nachdem sie bereits in der Gründungsphase ihren Mann in der Aufbauarbeit unterstützte, dient sie seit 2023 auch als Diakonin in der Gemeinde.

Unsere Partner

2019 wurde das Ehepaar Klimpsch im Namen Jesus Christi durch unsere Muttergemeinde, die Reformierte Freikirche in Gladbeck, zur Gründung einer neuen evangeliumszentrierten Gemeinde in Pritzwalk ausgesandt. Anfang Jahr 2023 durften wir uns als selbstständige Ortsgemeinde konstituieren. Seit 2016 gibt es die Reformierte Freikirche in Deutschland mit derzeit drei Standorten: Gladbeck, Pritzwalk und ein Gemeindegründungsprojekt in Mülheim/Ruhr.

Daneben haben wir als starken Partner eine enge Verbindung zum Missionswerk für Gemeindegründung Antiochia-Teams. Ihr Anliegen ist: Jesus Christus groß machen, Menschen im deutschsprachigen Raum mit dem Evangelium erreichen, in die Jüngerschaft Jesu führen und durch die Gründung von bibeltreuen Gemeinden den Missionsauftrag erfüllen.


2) Warum wir hier sind

Jesus Christus verkündigen …

Wir sind überzeugt, dass die Gute Botschaft von der Gnade Gottes die wahre Kraft- und Motivationsquelle für ein von Gott erneuertes und verändertes Leben und seine Mission ist. Wir wollen unsere Mitmenschen mit dem Jesus Christus der Bibel bekannt machen, die gute Botschaft von Gnade und Erlösung verkünden; zu Glaube, Umkehr und Nachfolge aufrufen und das gesunde Glaubensleben von Christen fördern. Deshalb wollen wir das Evangelium der Gnade Gottes in Pritzwalk und Umgebung bekannt machen. Die meisten Menschen um uns herum kennen den lebendigen Gott und die gute Botschaft von Vergebung und Erlösung allein durch Jesus nicht oder lehnen sie bewusst ab. Durch die Verkündigung von Gottes Wahrheiten lernen wir unseren Herrn und Retter, durch sein Wort, die Bibel, immer mehr kennen, sodass unsere Freude und Vertrauen zu ihm immer mehr wächst und sich unser Leben verändert. Darum wollen wir das Wort Gottes und das Evangelium von Jesus Christus in Pritzwalk verkündigen!

… und ihn feiern!

Wir sind überrascht und dankbar über Gottes Gnade in unserem Leben. Als von Gott begnadigte und erneuerte Menschen folgen wir Jesus als unserem Herrn und Retter nach. Im persönlichen wie als Ortsgemeinde, beten wir Gott an, bekennen unseren Glauben und leben auf der Grundlage von Gottes gutem Wort, der Bibel. Als Nachfolger Jesu (Christen) bekennen wir uns ausnahmslos zu den Wahrheiten Gottes in seinem Wort, indem wir Gott glauben und anbeten für das, wie er ist und was er tut: Gott allein gebührt alle Ehre in allen Dingen. Wir wollen unser Leben unter seiner Leitung so führen, dass Er dadurch geehrt wird. Menschen, die an Jesus glauben, sind nicht perfekt. Auch sie kämpfen mit Sorgen und Nöten dieser Welt und sind versucht, ihre Zufriedenheit und Freude in anderen Dingen zu suchen, außer Gott. Darum hat Gott diejenigen, die er durch Jesus mit sich versöhnt hat, als Gemeinde zusammengefügt, damit sie gemeinsam durch die Verkündigung von Gottes Wort und gegenseitige Hilfe in ihrer Liebe zu Gott bestärkt und für ein Leben zu seiner Ehre ausgerüstet werden. Als eine auf das Evangelium zentrierte Ortsgemeinde wollen wir Jesus, der uns geliebt hat und sich selbst für uns hingab, sowohl in unserem persönlichen Leben als auch in Gemeinschaft in würdiger und angemessener Weise feiern und anbeten. Praktisch setzten wir das derzeit in verschiedenen Treffen wie Gottesdiensten, Gebetstreffen, Hauskreisen etc. um; unter »Aktuelles« sind die neusten Termine aufgeführt.


3) Was wir glauben

Das Evangelium

Das Wort Evangelium kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gute Nachricht“. In seinem ersten Brief an die Christen in Korinth fasst der Apostel Paulus diese „Gute Nachricht“ kurz zusammen. In Kapitel 15, Vers 1–4 heißt es:

»Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen, was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen! Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte: Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift – für unsere Sünden gestorben. Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift.«

Das ist die gute Nachricht: Jesus Christus ist am Kreuz für Sünder gestorben, war tot, wurde begraben, ist am dritten Tage auferstanden und hat den Tod besiegt. Ohne diese zentrale Botschaft vom stellvertretend für Sünder gekreuzigten und auferstandenen Christus gibt es kein Evangelium. Die Person und das Werk des Jesu Christi stehen im Zentrum des Evangeliums.

Unser zentrales Anliegen ist es, das Evangelium der Gnade nicht nur zu verkünden, sondern es auch in unserem alltäglichen Leben zum Ausdruck zu bringen (evangeliumszentriert). Wir sind davon überzeugt, dass das Evangelium nicht nur der Weg zur Rettung ist, sondern auch die Kraftquelle für ein erfülltes und sinnvolles Leben in Gemeinschaft mit Gott und unseren Mitmenschen.

Eine kurze Zusammenfassung des Evangeliums in 12 Minuten

 

Reformierte Theologie

Der Begriff »reformiert« hat etwas mit der Reformation vor, gut 500 Jahren zu tun. Dort haben Christen in der Bibel die bahnbrechenden Wahrheiten Gottes wiederentdeckt und hochgehalten. Einige bekannte Personen sind: Martin Luther, Johannes Calvin, Ulrich Zwingli, Martin Bucer und viele, viele mehr. Gemeinsam war ihnen ein Ziel: Die Heilige Schrift muss der alleinige Maßstab bleiben. Zu der Heiligen Schrift hin muss die Gemeinde immer wieder neu reformiert (in Form gebracht) werden. Und deshalb verfassten sie im Laufe der Jahrhunderte leuchtende Glaubensbekenntnisse und nannten ihre bibeltreuen Überzeugungen »reformierte Theologie«, und in dieser verorten auch wir als RFK uns mit Freuden.

Unser Glaubensbekenntnis, das Erste Londoner Glaubensbekenntnis, ist eine hervorragende Leitlinie, um zu erkennen, was die Hauptlehren der Heiligen Schrift sind. Es ermutigt uns dazu, selbst in der Schrift nachzuforschen und im Evangelium Jesus Christus als Herrn und Retter zu erfassen. Im Jahre 1644 wurde es erstmals herausgegeben, in dem Christen eine evangelisch-reformierte Theologie mit einem baptistischen Taufverständnis und einem freikirchlichen, also staatsunabhängiges Kirchenverständnis verbunden haben.

Presbyter, also Älteste, tragen eine besondere Leitungsverantwortung in Lehre und Praxis der Gemeinde. Daher wird auch den einzelnen Mitgliedern nicht im Voraus eine völlige Übereinstimmung mit den Bekenntnispapieren abverlangt. Gott hat die Bibel als sein Wort gegeben, das für Christ und Gemeinde verbindliche Richtschnur ist. Weder Glaubensbekenntnisse noch Positionspapiere können an ihre Stelle treten. Sie können und sollen jedoch wesentliche biblische Aussagen thematisch zusammenstellen und erläutern, um zu klären, wie wir die Schrift verstehen.

Das Erste Londoner Glaubensbekenntnis von 1644 sowie alle weiteren Positionspapiere der RFK stehen allen Interessierten im Bereich »Bekenntnisse« zur Verfügung. 

Ein späterer Nachfahre der auf dieses Bekenntnis zurückgehenden theologischen und gemeindlichen Strömung war übrigens der auch in Deutschland in christlichen Kreisen sehr bekannte britische Prediger Charles H. Spurgeon (1834–1892), dessen Bücher in verschiedenen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften heute noch weite Verbreitung finden. Er war Verfechter der Taufe der Gläubiggewordenen und vertrat in der Frage der Errettung klar reformierte Positionen.

»Zentral in Spurgeons Betrachtung dessen, was Christus am Kreuz bewirkt hat, waren die sogenannten Lehren der Gnade, die das Herzstück der reformatorischen Theologie ausmachen. Spurgeon verstand das Kreuz als die Umsetzung eines Bundes, den Gott, der Vater, mit Gott, dem Sohn, vor Grundlegung der Welt zum Heil aller dazu Erwählten geschlossen hatte. Dieser Bund der Gnade und die darin deutlich werdende Initiative Gottes für das Heil aller Erwählten war für Spurgeon ein tiefer Quell der Freude, Zuversicht und Antriebskraft für seinen Dienst. Der Blick zurück in die ewige Vergangenheit und auf Gottes souveränen Plan spendete Spurgeon aber auch tiefsten Trost in allen Lebenslagen. Gottes souveräne, erwählende und freie Gnade war zentral in dem, was Spurgeon im Blick auf Christus erkannte.« (*)

Wir sind ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten evangelischen Wahrheiten, die die Souveränität der Gnade Gottes betonen:

Die Bibel ist ausnahmslos Gottes Wort und Offenbarung. Sie allein ist die Richtschnur und letztendliche Autorität für den Inhalt unseres Glauben und Leben (Mt 4,4; 2Tim.3,16).

Unsere Errettung verdanken wir ausschließlich der unverdienten Gnade Gottes (Röm 2,4Eph 2,8-10).

Allein durch den Glauben an Jesus Christus kann ein Sünder mit Gott versöhnt und gerettet werden (Röm 5,1; Gal 2,16).

Nur durch das Werk von Jesus Christus kommen Menschen in eine Beziehung zu Gott. Jesus Christus ist der einzige Mittler, durch dessen Werk wir erlöst sind (Joh 14,6Joh 3,16).

Gott allein gebührt alle Ehre in allen Dingen (Jes 42,8Kol 3,17).

Die fünf Solas der Reformation

 

Freikirche

Freikirchen (z. B. Baptisten, Freie evangelische Gemeinden, Pfingstgemeinden u. v. a.) unterscheiden sich von der evangelischen Landeskirche zunächst durch das Prinzip des freiwilligen örtlichen Zusammenschlusses, sodass es meist keine Pfarreigrenzen gibt. Ein weiteres Prinzip ist die Staatsunabhängigkeit – statt einer Kirchensteuer werden selbstbestimmte Beiträge in Form von Spenden an die Gemeinde gezahlt. Ein wichtiger Aspekt: Auch in unserer Gemeinde wird die Arbeit allein durch freiwillige Spenden an unseren Trägerverein finanziert.

Die meisten Freikirchen, so auch die Reformierte Freikirche, taufen keine Säuglinge, sondern mündige Menschen auf deren Glaubensbekenntnis und eigenen Wunsch. Aus dem Neuen Testament geht hervor, dass eine evangeliumszentrierte Ortsgemeinde das natürliche Habitat eines Christen ist. Deshalb ist uns als Freikirche eine freiwillige, aber verbindlich gelebte Mitgliedschaft wichtig. Voraussetzung für eine Gemeindemitgliedschaft ist, die freie Gnade Gottes angenommen zu haben, was sich im persönlichen Glauben und dem Bekenntnis zu Jesus Christus, wie er sich uns in der Bibel vorstellt, widerspiegelt. Eine solche lebendige Glaubensbeziehung zu ihm bringt mit sich, nach Gottes Maßstäben und unter der Leitung Jesus des Herren leben zu wollen, das Gute zu tun und das Böse zu lassen. Mehr Informationen finden sie im Bereich »Bekenntnisse« unter Unser Mitgliedschaftsbund mit Erläuterungen.

* Zitat aus „Ein Leben für Christus: C. H. Spurgeon“ von Kai Soltau, Evangelium21 (2020); als kostenlose PDF Datei oder Booklet erhältlich.